Wie begegne ich einem geistig behinderten Menschen am Besten?

Neulich saß ich an der Bushaltestelle, als auf einmal ein circa 15-Jähriger Junge auf mich zukommt und beginnt, relativ unverständlich, mit mir zu reden. Er war wohl geistig behindert. Oder gehandicapt. Warum auch immer das englische Wort besser sein soll?
Wie soll ich reagieren. Ich saß also da und habe ihn angesehen. Freundlich. Und gelächelt habe ich. Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte.
Was macht ihr in so einer Situation? Ignorieren? Freundlich anlächeln? Sich vorstellen?

Wie begegne ich einem geistig behinderten Menschen am Besten?

Toleranz und Akzeptanz

Ist Toleranz ein “gutes“ Wort? Ist es erfreulich tolerant zu sein?
Da ist ein Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz. Ein Nazi kann seine ausländischen Nachbarn tolerieren, bis er eines Tages ihr Haus anzündet. Dann hat er aufgehört zu tolerieren, zu “dulden“. Zeitweise hat er seine Nachbarn toleriert, doch er hat sie niemals akzeptiert. Er hat ihre Nähe geduldet, sich aber nicht damit abgefunden. Wenn ich jemanden akzeptiere, dann nehme ich ihn bzw. Sie so wie er bzw. Sie ist. Schwarz, weiß, mit zwei oder drei Beinen oder einfach BvB-Fan. Es gehört viel dazu jemanden zu akzeptieren, der in meinen Augen anders ist. Tolerieren ist leicht. Bis man dagegen handelt, etwas sagt. Dann duldet man nicht mehr, was einen stört. Wie Nazis Ausländer stören. Es ist leicht zu behaupten, dass man einen Rollstuhlfahrer akzeptiert. Es tatsächlich zu tun ist eine andere Sache.

Vergiss niemals wer du bist, die anderen werden es auch nicht.

Game of thrones, Tyrion zu Jon Snow

Wenn ich einem Rollstuhlfahrer begegne, begegne ich ihm nicht, als wäre er wie jeder andere “Gesunde“. Ich begegne einem Rollstuhlfahrer. Trotzdem kann ich ihn akzeptieren. Ich kann ihn auch schätzen. Als Menschen. Ich kann ihn auch hassen. Als Menschen. Solange ich ihn als einen Rollstuhlfahrer akzeptiere, kann ich von ihm halten was auch immer ich will. Als Menschen.

Toleranz und Akzeptanz

Jeder ist sich selbst der Nächste

Man ist sich selbst der Nächste. Niemand kennt dich so gut wie du es tust. Manche Menschen reagieren “not amused“, wenn man so etwas behauptet. Für mich ist das eine Tatsache, aber nur weil es so ist, ist man nicht egoistisch oder gar narzisstisch.

Wenn ich jede Entscheidung von mir abhängig mache, mache ich sie doch auch automatisch von meinen Wertvorstellungen und meinen Moralvorstellungen abhängig.

Was sagt ihr dazu? Schreibt es in die Kommentare.

Jeder ist sich selbst der Nächste

Ja, ich lebe vegetarisch

Beim ernten von Karotten sterben auch Tiere

1. Isst du keine Karotten?
2. Es lässt sich nicht vermeiden, dass irgendwo irgendwann Tiere sterben, aber ich möchte nicht mutwillig töten oder töten lassen. Weder zu meinem Vergnügen, noch weil ich es angeblich brauche.

Früher haben auch alle Fleisch gegessen, z.b. die

Höhlenmenschen.

1. Was sind Höhlenmenschen?
2. Früher hatten sie übrigens auch noch keine Fernseher.
3. Sie haben jeden Tag Salami gegessen? Das bezweifle ich.

Das ist voll ungesund.

Fleisch voller Antibiotika, nicht artgerechten Futter, Farbstoffe uvm. ist also gesund?

Ich könnte das nicht.

Du kannst, du willst bloß nicht.

Dir

fehlen megaviele Nährstoffe!

Kann sein, muss nicht sein. Man kann hypergesund sein und jeden Tag Fleisch essen, das funktioniert aber auch wenn man vegan lebt. Wer Fleisch ist, ist nicht automatisch gesund. Wer ist das noch in unserer Gesellschaft? Hey, zur Not nehme ich Nährstofftabletten, dafür leiden kaum noch Tiere wegen mir! Ganz ehrlich? Das ist es mir wert! Sicherlich kann man Fleisch essen. Aber ich kann es auch lassen. Ich habe die Möglichkeit diese kranke Fleischindustrie durch puren Entzug zu boykottieren. Ich selber bin dafür verantwortlich, was in meinen Körper darf und was nicht.

Ja, ich lebe vegetarisch