Trostlos. Monolog Teil 2

Ich stehe auf. Ich wecke meine Tochter. Ich mache Kaffee. Ich rede mit ihr, oder auch nicht. Sie sagt “Hab dich lieb“, doch ich höre es nicht. Alles Phrasen. Immer das selbe. Ich gehe ins Bad. Blicke in den Spiegel. Zu fett. Mehr Salat. Ich sehe alt aus. Fertig. Abgekämpft. Trostlos. “Lächeln ist gesund“, sagt meine Tochter. “Lächel doch mal“, fordert sie. Sie nervt. Sie macht mich wütend. Ich gehe zur Arbeit. Trostlos. Immer das selbe. Immer die gleichen verlogenen Schweine. Ich bleibe zu lang. Ich kaufe ein. Ich nehme Dinge mit, die sie gerne essen. Ich gebe dem Mann vor dem Laden Geld. Ich fahre nach Hause. Kein Parkplatz. Wut. Gebrüll. Hupen. Zu Hause. Frau. Momentan reden wir. Über die Arbeit. Ich rede. Tochter kommt. Hallo. Fragen. Keine Antwort. Dinge, die ich nicht wissen will. Wut. Trostlosigkeit. Abend. Salat. Fernseher. Schlafen. Stille. Tochter geht. “Ich wecke dich“. “Gute Nacht“. Frau geht. Ich esse. Oder nicht. Ich schlafe. Ich schnarche. Oder nicht. Ich wache auf.

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